Einbringen von Scherenergie in einen Prozess durch Veränderung des Füllgrades
Doppelschneckenextruder werden unterfüttert betrieben. Die Dosierungen bestimmen somit den Anlagendurchsatz. Dosierungen und Schneckendrehzahl des Extruders werden so eingestellt, dass der Prozess möglichst optimal läuft. Die Scherenergie, die in eine Formulierung eingebracht wird kann durch kleinere oder größere Dosiermengen effektiv erhöht oder reduziert werden.
Wenn bei einer vorgegebenen Schneckengeometrie bei gleicher Drehzahl die Dosiermenge reduziert wird, wird dem Material mehr Energie zugeführt, weil dementsprechend die Verweilzeit in den Misch-/Knetbereichen länger ist. Im Umkehrschluss ist bei höherer Dosiermenge und gleicher Drehzahl eine geringere Energieeinleitung festzustellen. Demnach kann die gleiche Schneckengeometrie häufig in einem breiten Anwendungsfenster verwendet werden und verschiedene Compounds verarbeiten..
